Mehr als 100 Teilnehmer bei friedlicher Demonstration – Initiativen zeigen wachsenden Zusammenhalt

Bei einer Demonstration am vergangenen Wochenende versammelten sich deutlich mehr Menschen als ursprünglich erwartet. Statt einer kleinen Gruppe standen am Ende über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Unterstützer reisten dabei nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung an, sondern auch aus Städten wie Nürnberg, Cham und Barbing.
Nach Angaben der Organisatoren verlief die Veranstaltung durchgehend friedlich. Besonders positiv wurde der große Zuspruch anderer Bürgerinitiativen bewertet, die ihre Unterstützung vor Ort zum Ausdruck brachten. Auch zahlreiche Passantinnen und Passanten suchten das Gespräch mit den Demonstrierenden und äußerten Dankbarkeit für deren Engagement.

Neben den positiven Eindrücken gab es jedoch auch kritische Stimmen aus den Reihen der Veranstalter. Insbesondere aus den umliegenden und unmittelbar betroffenen Ortschaften hätte man sich eine stärkere Beteiligung gewünscht. Wenn sich gerade diejenigen, die direkt betroffen seien, nicht sichtbar positionierten, sende dies nach Ansicht der Initiatoren ein eher schwaches Signal.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erreichte den Veranstaltungsort zwar über einen Hintereingang, dennoch seien Anliegen und Protest nach Einschätzung der Demonstrierenden deutlich wahrgenommen worden. Bereits zuvor hatte Söder an einem Termin teilgenommen, bei dem ebenfalls Kritik am Ausbau von Windkraftanlagen geäußert worden war. Für die Organisatoren ist dies ein Hinweis darauf, dass der Widerstand gegen entsprechende Projekte zunehmend wächst – wenn auch bislang noch zurückhaltend.

Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werde derzeit als offener gegenüber den vorgebrachten Argumenten wahrgenommen, heißt es aus dem Umfeld der Initiative.
Die Demonstrierenden kündigten an, ihr Engagement fortzusetzen: „Wir bleiben dran“, lautet das Fazit der Organisatoren nach einem insgesamt erfolgreichen und friedlich verlaufenen Protesttag.